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Direktes und indirektes Grillen

Direktes und indirektes Grillen mit dem Gasgrill

Inzwischen verfügen zahlreiche Gasgrills über eine Abdeckhaube. Somit ist neben einem direkten Grillen jederzeit in indirektes Grillen möglich.

Doch vor allem ehemalige Holzkohlegriller, welche zum ersten Mal mit einem Gasgrill hantieren, bekommen mit den Wörtern direkten und indirekten Grillen zwei neue Fachbegriffe präsentiert. Beide Methoden müssen hierbei unterschiedlich angewandt werden, sodass auch gleichzeitig geschmackliche Unterschiede entstehen.

Temperatur und Garzeit als Unterscheidungspunkt

Der wesentliche Unterschied zwischen direktem und indirektem Grillen liegt in der verwendeten Temperatur und der daraus folgenden Garzeit. Während beim direkten Grillen eine möglichst hohe Temperatur von ungefähr 220 bis 300 Grad erzielt und somit die Garzeit kurz gehalten wird, herrschen beim indirekten Grillen eine konstante Temperatur von maximal 200 Grad und eine Garzeit von mindestens einer Viertelstunde vor. Welche Grillmethode die richtige ist, entscheidet das Grillgut.

Das direkte Grillen kann bei Gerichten wie Steaks und Koteletts angewendet werden, da diese Fleischsorten eine kurze Garzeit besitzen. Indirektes Grillen hingegen eignet sich am besten bei ganzen Braten oder dicken Fleischstücken. Durch die hohen Temperaturen beim direkten Grillen werden die Fleischporen in kürzester Zeit verschlossen, wodurch das Grillgut saftig bleibt. Ebenso dauert das direkte Grillen maximal zehn Minuten, wobei das Grillgut nach ungefähr fünf Minuten gewendet wird, wodurch es auf beiden Seiten kross bleibt.

Die Bedeutung der Abdeckhaube

Die Abdeckhaube gehört inzwischen bei vielen Gasgrills zur Standardausstattung. Vor allem beim indirekten Grillen spielt sie eine wichtige Rolle. Durch ihre Bauweise verschließt die Abdeckhaube die Temperatur im Inneren, sodass die Hitze gefangen gehalten wird. Das Grillgut wird nun mit der gleichbleibenden Temperatur versorgt und gar gegrillt. Die Temperatur im Inneren der Abdeckhaube lässt sich durch ein angebrachtes Thermometer leicht ermitteln. Vor allem bessere Gasgrills verfügen über ein solches Thermometer, wodurch sie sich von Haus aus hervorragend zum indirekten Grillen eignen. Ebenso ist es wichtig, dass die Hitze beim indirekten Grillen innerhalb der Abdeckhaube gleichmäßig verteilt wird. Dies geschieht durch mehrere Brenner, welche im Garraum angebracht sind.

Richtiges Grillbesteck

Im Gegensatz zum indirekten Grillen ist die Abdeckhaube beim direkten Grillen im Weg. Die Grillhaube kann bei dieser Methode offenbleiben, um den perfekten Wendezeitpunkt zu ermitteln. Sobald der Fleischsaft austritt, wurden die Poren des Grillgutes bereits geschlossen. Das Wenden mit der Grillzange bestimmt den Gargrad. Wird eine Gabel zum Wenden verwendet, tritt der Fleischsaft wieder aus. Dies hat zur Folge, dass das krosse Fleisch, welches durch das direkte Grillen entsteht, nicht zustande kommen kann.

Scharfes anbraten vs. Umluftprogramm

Für das direkte Grillen muss der Grill nicht vorgeheizt werden. Das Fleisch wird direkt auf die Flammen gelegt. Beim indirekten Grillen hingegen ist es wichtig, dass die Flammen das Grillgut nicht direkt erreichen. Der Grill wird hierbei vorgeheizt. Weißt der Grill mehrere Brenner auf, muss zumindest einer dieser ausgeschaltet werden.

Die geschlossene Grillhaube sorgt dafür, dass die Garraumtemperatur im Inneren zirkulieren kann. Dies ist wichtig, da die Brenner mit unterschiedlicher Einstellung unterschiedlich viel Hitze von sich geben. Direktes Grillen kann somit als scharfes anbraten in der Pfanne gesehen werden, wodurch das Fleisch möglichst kross und saftig bleibt. Indirektes Grillen hingegen ähnelt dem Umluftprogramm im Backofen, was zu einem nicht gewendeten und schonend gegarten Grillgut führt.